Remscheid. Die indische Sona Group, die im Oktober vergangenen Jahres die ThyssenKrupp Präzisionsschmiede GmbH mit Werken in Remscheid, Duisburg und München übernommen hat, will ihre Aktivitäten in Übersee verstärken. Die ehemalige ThyssenKrupp-Einheit firmiert seit dem Eigentümerwechsel unter dem Namen Sona BLW Präzisionsschmiede und gehört nun zur Sona BLW Precision Forging Group.
Laut Sona BLW-Geschäftsführer Markus Lüke "soll in den kommenden Monaten und Jahren vor allem das USA-Geschäft ausgebaut werden". Das Werk der Gruppe im US-Bundesstaat South Carolina soll dafür vergrößert und neue Kunden hinzugewonnen werden.
Nach einem Umsatz von etwa 310 Millionen Euro der neu formierten Gruppe im Jahr 2007 will Sona mit den Schmiedeaktivitäten 2008 einen Umsatz von rund 400 Millionen Euro erreichen.
Zu der Schmiedegruppe gehören neben den drei deutschen Werken und dem Standort in den USA noch zwei weitere in Indien. Rund 2000 Mitarbeiter stellen präzisionsgeschmiedete Getriebe- und Achskomponenten für die Fahrzeugindustrie her.
Die Wertschätzung deutscher Zulieferer durch indische Unternehmen zeige sich auch darin, dass die operative Führung der Sona BLW Precision Forging Group in den Händen des ehemaligen deutschen Managements der ThyssenKrupp-Schmiede liege, betont Sona-Gründer Surinder Kapur.
Kapur will mit der neu formierten Gruppe auch in den aufstrebenden Märkten China und Russland wachsen. Er sieht die Übernahme der ehemaligen ThyssenKrupp-Einheit als langfristiges Engagement - mit dem Ziel, weltweit die Nummer eins unter den Präzisionsschmieden zu werden.