Wiesbaden. Bis Ende des Jahres sollen 850 Entwickler in das 22.000 Quadratmeter große Gebäude umziehen. Zudem wird an gleicher Stelle ein Technikum gebaut, um weitere Dienstleistungen, beispielsweise im Bereich Test und Validierung, anbieten zu können. Im Laufe des kommenden Jahres will der Engineeringspezialist in Wolfsburg 1100 Mitarbeiter beschäftigen. Seit Sommer 2014 gehört zu Edag auch der frühere Konkurrent Rücker.
Großprojekte für Volkswagen
Der Umzug ist nötig, weil das Unternehmen derzeit sieben einzelne Standorte in Wolfsburg und Umgebung unterhält, die nun in dem neuen Technologie- und Entwicklungszentrum zusammengeführt werden können. „Mit dem neuen Edag-Standort Wolfsburg- Warmenau bieten wir unseren Kunden umfassende Vor-Ort-Kapazitäten von Engineeringdienstleistungen rund um die Entwicklung von kompletten Fahrzeugen und Produktionsanlagen“, so Jörg Ohlsen, Sprecher der Geschäftsführung von Edag Engineering. Dank der fachübergreifenden Entwicklungsteams in Wolfsburg sollen von dort auch internationale Großprojekte für Volkswagen, einem der größten Kunden der Wiesbadener, betreut und gesteuert werden. Ohlsen, der Anfang 2015 die Leitung bei Edag Engineering übernommen hat, führt das Unternehmen gemeinsam mit den Geschäftsführungskollegen Harald Poeschke und Jürgen Vogt. Der Edag-Sprecher will beim Engineeringspezialisten künftig unter anderem weitere Kompetenzen im IT-Bereich aufbauen. „Aber wir werden damit nicht in den kommenden Jahren zum klassischen IT-Unternehmen“, schränkt Ohlsen ein. Der Manager sieht die Branche der Entwicklungsdienstleister vor der großen Herausforderung, bei Derivaten „immer umfangreichere Aufträge“ der Kunden aus dem Automobilbereich abarbeiten zu müssen, „weil sich die Kunden stärker auf die Basisfahrzeuge konzentrieren“. Zudem würden Entwicklungsdienstleister vermehrt für Elektrik- und Elektronikarbeiten beauftragt.