München. Unter der Absatzkrise der amerikanischen Automobilhersteller leiden vor allem die heimischen Zulieferer. Einerseits stellen diese mit sechs Unternehmen (Magna, Delphi, Johnson Controls, Lear, Dana und TRW) die größte Gruppe unter den zehn umsatzstärksten Zulieferern auf dem nordamerikanischen Markt. Andererseits haben bis auf die Nummer eins, Magna International aus Kanada, alle mit mehr oder weniger starken Umsatzrückgängen zu kämpfen.
Anders verhält es sich mit den drei deutschen Top-Zulieferern und ihren Geschäften in dieser Region. Allen voran Bosch. Die Stuttgarter sind in Nordamerika mittlerweile die Nummer fünf und konnten im vergangenen Jahr den Umsatz gegenüber 2006 um zwei Milliarden auf knapp 6,5 Milliarden Dollar steigern. Der weltweit größte Zulieferer hat 2007 seine Präsenz in den USA weiter ausgebaut. So wurde in Plymouth Township (Michigan) ein neues technisches Zentrum für rund 30 Millionen Euro errichtet.
Der zweitgrößte deutsche Zulieferer, Continental, konnte den Umsatz in Nordamerika mit knapp 5,3 Milliarden Dollar sogar mehr als verdoppeln. ThyssenKrupp hielt das Ergebnis mit 3,9 Milliarden Dollar auf dem Vorjahresniveau.