Stuttgart. Den regional größten Personalbedarf sieht das Unternehmen in Indien mit 3200 Stellen, China (2600) und Deutschland (1200). Drei von vier neuen Positionen sind im Ingenieurbereich geplant, knapp jede dritte Stelle steht Neueinsteigern offen. Gesucht werden ebenso Spezialisten für Lösungen im Zweiradbereich, denn die Schwaben wollen künftig auch im Motorradmarkt eine führende Rolle spielen. Die Stuttgarter, die sich bei Motorrad-Sicherheitssystemen bereits als weltweiter Marktführer sehen, stellen das Zuliefergeschäft für Krafträder mit dem neu gegründeten Bereich Two- Wheeler and Powersports eigenständig auf. Geleitet wird dieser aus Yokohama (Japan) vom Australier Geoff Liersch. Für das Jahr 2021 erwartet Bosch auf Grundlage einer Studie des US-Marktforschungsunternehmens Freedonia einen weltweiten Markt von über 160 Millionen produzierten Zweirädern. Fast 90 Prozent davon werden in China, Indien und Südostasien gebaut. 2016 werden für die Motorradindustrie Umsätze in Höhe von 85 Milliarden Dollar prognostiziert. „Der für Bosch relevante Teil des Markts mit Fahrsicherheitssystemen, Antriebstechnik sowie Anzeige- und Infotainment-Instrumenten wird sich in den kommenden fünf Jahren sogar fast verdoppeln“, erwartet Bosch-Geschäftsführer Dirk Hoheisel. Zum Bosch-Portfolio zählen Sicherheitslösungen wie ABS und die Motorrad-Stabilitätskontrolle MSC. Des Weiteren gehören auch elektronisch gesteuerte Einspritzsysteme, Antriebseinheiten für E-Motorräder sowie Schnittstellen zur Vernetzung des Motorrads mit Smartphones zum Programm.
IT-Experten
Schwäbisches Valley
Der weltgrößte Zulieferer Bosch will im laufenden Jahr rund 12.000 Akademiker einstellen – ein Drittel mehr als im vergangenen Jahr. Neben Maschinenbau- und Elektrotechnik-Ingenieuren stehen Akademiker mit IT-Kenntnissen ganz oben auf der Wunschliste. „Wir stellen verstärkt Mitarbeiter im Software- Umfeld ein. Denn Software wird mit Blick auf die zunehmende Vernetzung in allen Bereichen immer wichtiger – von unseren Mobilitätslösungen bis zur Industrieausrüstung“, erklärt Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor bei Bosch.