Gainesville. Der US-Markt, jahrelanges Sorgenkind des Zulieferers ZF Friedrichshafen, entwickelt sich zur Erfolgsgeschichte. Mit der jüngsten Eröffnung des Windkraftgetriebewerks in Gainesville (Georgia) verfügt der Getriebebauer vom Bodensee in Nordamerika nun über insgesamt 22 Standorte – 16 in den USA und sechs in Mexiko. In Gainesville betreibt ZF bereits seit 1987 ein Werk. Dort werden Getriebe sowie Fahrwerk- und Lenkungskomponenten für Pkw, Lkw, Busse und Baumaschinen produziert.
Ein niedrigeres Lohnniveau als im Norden der USA sowie gute Flugverbindungen zählen für den Zulieferer unter anderem zu den Vorteilen des Standorts. Bis auf den Bereich Pkw-Fahrwerktechnik wird hier für alle vier ZF-Divisionen produziert. Nach 179 Millionen Dollar im Jahr 2010 wird für dieses Werk mit 420 Mitarbeitern 2011 ein Umsatz von 250 Millionen Dollar erwartet. Im Jahr 2007 wurde ein Umsatz von 260 Millionen Dollar erreicht. Im Krisenjahr 2009 gab es hingegen einen Einbruch auf 99 Millionen Dollar. „Die Restrukturierung des nordamerikanischen Markts ist erfolgreich abgeschlossen“, so Hans- Georg Härter, Vorstandsvorsitzender von ZF. Mit einem Umsatzplus von 48 Prozent in den ersten acht Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich Nordamerika für den Zulieferer zur Wachstumsregion Nummer eins entwickelt.