Paris. Damit nimmt Renault nicht die ärmeren Schichten auf dem Subkontinent ins Visier, sondern die rasch wachsende Mittelschicht. Ob der Kwid unter dem Dach der Marke Dacia möglicherweise auch nach Europa kommt, ist derzeit ungewiss. Pläne dafür gebe es nicht, sagte ein Sprecher. Der Kwid basiert nicht auf einer abgeschriebenen, älteren Plattform aus Westeuropa, sondern auf dem völlig neu entwickelten CMF-A-Baukasten (CMF: „Common Module Family“). „Diese Plattform eröffnet uns neue Perspektiven, die es uns ermöglichen, Erwartungen unserer Kunden gerade in jenen Ländern zu befriedigen, wo die Nachfrage aktuell am stärksten ist“, sagt Arnaud Deboeuf, Senior Vice President der Renault- Nissan-Allianz. Voraussetzung für den niedrigen Preis des Kwid ist neben der global nutzbaren Plattform auch die Vor-Ort-Fertigung im Werk Chennai und ein hoher Anteil lokaler Komponenten. So stammen die Zulieferer für den Kwid zu 98 Prozent aus Indien, davon 60 Prozent aus dem Raum Chennai. Renault startete 2010 in Indien und wird im April mit dem Kompaktvan Lodgy bereits sein sechstes Modell anbieten. 2014 setzte der Hersteller in Indien 45.000 Einheiten ab, womit er größter europäischer Anbieter ist. Mittelfristig peilt Renault in Indien einen Marktanteil von fünf Prozent an.
Kwid
Renaults Billig-SUV soll Indiens Markt erobern
Renault kommt im Budget- Segment mit einem modern designten Kleinwagen-Crossover Volkswagen zuvor und hat ein ausgewachsenes Auto für Schwellenmärkte entwickelt. Von diesem Herbst an wird der französische Hersteller in Indien den Kwid anbieten. Der Endkundenpreis soll dabei nach Angaben des Unternehmens umgerechnet zwischen 4000 und 5500 Euro liegen.