München. Mehr Synergien soll es in den vier Schlüsselbereichen Einkauf, Entwicklung, Produktion/Logistik sowie Personalmanagement geben. Die Projekte im Bereich Einkauf soll der amtierende Generalmanager für den Bereich Einkauf, Christian Vendenhende, zusätzlich übernehmen. Die Vorhaben im Bereich Entwicklung soll Tsuyoshi Yamaguchi koordinieren, der bereits Direktor der Allianz für die Bereiche Plattformen und Komponenten ist. Das Aufspüren weiterer Kosteneinsparungen in der Sparte Produktion und Logistik wurde Shouhei Kimura übertragen, bislang Präsident von Nissan für den Bereich Fahrzeugproduktion. Und zusätzliche Synergien im Bereich Personalmanagement soll für die gesamte Allianz künftig Marie-Françoise Damesin finden, die Personalchefin von Renault. Moody's-Analystin Peggy Furusaka beurteilt die Ankündigung zum Teil kritisch. Von der Vertiefung der Allianz werde Renault überproportional profitieren, schrieb sie in einer Studie. Das bislang bessere Rating von Nissan könne darunter leiden.
Allianz wird vertieft
Renault und Nissan wollen mehr Synergien erzielen
Renault und Nissan wollen ihre seit fast 15 Jahren bestehende Allianz vertiefen und dadurch innerhalb der nächsten zwei Jahre 4,3 Milliarden Euro einsparen. Renault-Nissan-Präsident Carlos Ghosn kündigte den Aufbau eines neuen, allianzübergreifenden Managements mit vier Spitzenmanagern an, das die Suche nach Synergien vorantreiben soll. Insgesamt will die 1999 geschlossene Allianz durch die neuen Maßnahmen um 7,5 Prozent höhere Einsparungen erzielen als bisher für diesen Zeitraum geplant.