Chennai. Wie aus dem Umfeld von Renault zu hören ist, soll bei der Automesse in Neu-Delhi im Februar 2014 eine Kompakt-Limousine zum Preis von etwa 5000 Euro vorgestellt werden. Ein Verkauf in Europa ist derzeit nicht geplant. Renault-Nissan-Präsident Carlos Ghosn kündigte jüngst im indischen Chennai an, dass sich die Allianz mit der CMF-A-Strategie von dem Konzept anderer Autohersteller unterscheide, die zum Teil ältere Plattformen aus Europa und Nordamerika für ein zweites Leben in den Schwellenländern einsetzen. „Die Konsumenten in diesen Ländern wollen kein abgespecktes Auto aus den reifen Marktregionen. Sie wollen und sie verdienen ein modernes, robustes und elegantes Auto“, sagte Ghosn. Bereits im Juni hatte die Allianz angekündigt, das CMF-Modulsystem (Common Module Family) für die Nachfolger ihrer mittelgroßen und größeren Modelle einzusetzen. Darunter fallen bei Renault zunächst Laguna, Espace und Scénic, bei Nissan Qashqai, X-Trail und Rogue. Renault zufolge soll das CMF-Konzept die Herstellungskosten pro Gesamtfahrzeug um 30 bis 40 Prozent schrumpfen lassen. Künftig sollen auf der Plattform 14 unterschiedliche Modelle und rund 1,6 Millionen Einheiten entstehen.
Renault-Nissan: Billigautos für die Schwellenländer
Renault und Nissan werden ihre erste umfassende Modul-Kooperation nicht nur wie bereits angekündigt für wichtige europäische Modelle nutzen, sondern auch für besonders günstige Neuheiten in Schwellenmärkten. Beide Autobauer wollen ab 2015 auf Basis der sogenannten CMF-A-Plattform eine ganze Palette neuer, preiswerter Fahrzeuge anbieten. Dadurch will die Allianz erheblich mehr Synergien heben als bisher.