Brühl. Die Automarke Renault hat 2010 in Deutschland Marktanteile hinzugewonnen und sieht sich auf gutem Weg, das vor einem Jahr angekündigte Ziel von sechs Prozent bis 2015 zu erreichen. „Die Marke Renault ist auf dem deutschen Markt der Gewinner unter den Generalisten“, freut sich Deutschland-Chef Achim Schaible. Sein Ziel für 2011 ist für die Marke Renault ein Marktanteil von 4,5 Prozent. Dacia will er mit 1,3 Prozent stabil halten. Als Gruppe allerdings hat Renault 2010 Marktanteile verloren. Wegen des Einbruchs der Marke Dacia sank der Anteil von 5,9 Prozent im Jahr 2009 auf 5,3 Prozent.
Die rumänische Marke hatte 2009 dank Abwrackprämie 2,1 Prozent Marktanteil erobert, 2010 brach sie aber auf 1,3 Prozent ein. Renault dagegen konnte sich als Marke von 3,9 auf 4,2 Prozent verbessern. „Blendet man dieses absolute Ausnahmejahr 2009 aus, so sehen wir bei Dacia einen sehr stabilen Trend nach oben. Wir haben die Marke bei deutlich über ein Prozent etabliert“, sagt Schaible. Im Gegensatz zu früheren Jahren habe Renault seinen Erfolg auch nicht durch besonders viele Eigenzulassungen erreicht, betont Schaible: „Wir haben den Marktanteilsgewinn mit einem ausgeglichenen Verhältnis bei allen vier Vertriebskanälen erzielt.“
Für 2011 erwartet der Deutschland-Chef die Fortsetzung des Trends zu besser ausgestatteten Autos: „Der Minimalismus von 2009 war eine Ausnahmeerscheinung.“ Hoffnungsvoll ist Schaible auch bezüglich der Elektrofahrzeuge von Renault. Im Herbst wird der französische Hersteller mit dem Kangoo ZE sein erstes Elektroauto auf den Markt bringen. Rund 500 bis 1000 Einheiten will Schaible 2011 verleasen. „Um die neue Elektromobilität zu erleben, ist Leasing die einfachste und vertrauensvollste Möglichkeit.“