Aachen. Das auf Spracherkennung spezialisierte US-Unternehmen Nuance Communications setzt verstärkt auf sogenannte Deep-Learning-Technologien, durch die ein Computersystem selbstständig hinzulernen kann. Automobilkunden will Nuance durch unterschiedliche Dialogstile mehr Markenidentität bieten. Nicht zuletzt will das US-Unternehmen, dessen Spracherkennung weltweit in gut sieben Milliarden Mobiltelefonen integriert ist, seine Entwicklungszeiten verkürzen.
"Wir können durch Deep-Learning-Strategien Verbesserungen in der Spracherkennung von 50 bis 70 Prozent erzielen, und das auf einem schon guten Niveau", sagte im Gespräch mit der Automobilwoche Stefan Ortmanns, Vorstand für Mobile Engineering und Professional Services. "In der Vergangenheit haben wir statistische Modelle zur Spracherkennung genutzt. Vor zwei Jahren haben wir aber damit begonnen, Deep-Learning-Methoden mehr und mehr einzusetzen."
Auch bei der Sprachausgabe gebe es noch Spielraum nach oben, räumt Ortmanns ein. Eine fehlerarme Spracherkennung und eine natürlich klingende Sprachausgabe hingen dabei auch von der verwendeten Hardware ab. "Die Hardware muss entweder im Auto selbst vorhanden sein, oder das Fahrzeug verwendet Rechenkapazitäten in der Cloud, was eine stabile Verbindung voraussetzt."