Kirchheim/Teck. Während viele Zulieferer über steigende Entwicklungskosten lamentieren, die ihnen von den Autoherstellern aufgebürdet werden, geht der Sitzehersteller Recaro einen anderen Weg. Der durch seine Sport- und Rennsitze bekannt gewordene Zulieferer begegnet diesem Druck mit der Suche nach Partnern. Geschäftsführer Bernhard Strunk ist von der Notwendigkeit solcher strategischer Verbindungen fest überzeugt.
Beim Zulieferer aus Kirchheim/ Teck wird eine Größenordnung von fünf bis sieben solcher Partnerschaften mit Teileherstellern und Dienstleistern angestrebt. „Mehr sollten es nicht sein, weil man sich intensiv miteinander beschäftigen muss“, skizziert Strunk die Grenzen. So unterzeichnete der Zulieferer 2007 einen Vertrag mit dem Dienstleister DHL. Der Logistikspezialist und Recaro sehen in der Zusammenarbeit einen neuen Weg im Bereich der kombinierten Modulproduktion und Logistik.
Recaro bringt seine Kompetenzen auf den Gebieten Entwicklung, Marketing und Vertrieb von Autositzen ein. DHL übernimmt neben der Logistik die Montage der Sitzsysteme sowie die Abdeckung mit Modulcenter- Standorten in der Nähe der Automobilkunden. Strunk verspricht den Kunden „aufgrund der kürzeren Wege deutlich reduzierte Lieferzeiten bei gewohnt hoher Produktvielfalt und gleichzeitig günstigen Kostenstrukturen“.