München. Neben den bestehenden 14 Forschung- und Entwicklungszentren eröffnet der Kunststoffspezialist im September 2014 ein weiteres im französischen Compičgne. Rund 60 Millionen Euro werden in das globale Zentrum für die Entwicklung von Tanksystemen investiert. Insgesamt wird der Zulieferer bis 2016 weltweit 16 neue Werke in Betrieb nehmen. In diesem Jahr wollen die Franzosen erstmals mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz erzielen. Rund 90 Prozent davon entfallen auf den Bereich Automotive. Dabei hat der Kunststoffspezialist im ersten Halbjahr eine operative Marge (EBIT) von 7,4 Prozent erreicht. In den Jahren 2012 und 2011 kamen die Franzosen jeweils auf sieben Prozent operative Marge. Plastic Omnium profitiert bei seinem Wachstum auch von der Stärke der deutschen Fahrzeughersteller. Mit 31 Prozent des Automobilumsatzes stellen die deutschen Kunden die größte Gruppe. Mit den französischen Autobauern erwirtschaftet der Zulieferer lediglich 23 Prozent des Umsatzes.
Plastic Omnium baut 16 neue Werke bis 2016
Der französische Zulieferer Plastic Omnium läutet mit der ersten vollständig aus Kunststoff gefertigten Heckklappe für den Peugeot 308 eine neue Ära bei Heckmodulen ein. Das Bauteil ist rund 25 Prozent leichter als eine herkömmliche Heckklappe. Laurent Burelle, Chef des Familienunternehmens, will über einen Zeitraum von drei Jahren 1,2 Milliarden Euro in neue Werke und Technologien investieren. Dabei stehen Entwicklungen im Vordergrund, die das Fahrzeuggewicht reduzieren und Emissionen verringern.