Bötzingen. Viele westeuropäische Zulieferer bemühen sich, in Indien Fuß zu fassen. "Für uns ist das derzeit aber kein Thema", winkt Gerhard Böhm ab. Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Peguform will sich lieber stärker in China engagieren. So wird der südbadische Kunststoffspezialist die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Interieurspezialisten JJ Mould (strategische Partnerschaft seit 2007) weiter verstärken. Zudem ist Peguform seit 2007 auch Mehrheitsanteilseigner beim chinesischen Joint Venture CPAT.
Nach Jahren der Konsolidierung ist der Zulieferer, der 2002 in die Insolvenz gegangen und Anfang 2005 mehrheitlich von der US-Investmentgesellschaft Cerberus übernommen worden war, bereit für Zukäufe: "Wir halten derzeit nach geeigneten Übernahmekandidaten Ausschau", so Böhm. Die Akquisitionskandidaten sollen für den Manager dabei folgende Kriterien erfüllen: "Sie sollten zu den wichtigen Playern im Markt zählen, die Kundenbasis beziehungsweise Marktpräsenz von Peguform stärken oder erweitern und über einen bestimmten Standard an Technologie verfügen."