München. Neben LED- wird künftig auch Laserlicht den Fahrzeugherstellern als Differenzierungsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb dienen können. Bereits heute verzeichnet Hans-Joachim Schwabe, Chef des Bereichs Specialty Lighting beim Zulieferer Osram, mit dem Laserlicht erste Umsätze. Mittelfristig sieht der Manager ein Marktpotenzial im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. "Davon wollen wir als First Mover natürlich einen gewissen Anteil haben."
Schwabe verweist zudem darauf, dass das bayerische Unternehmen nicht nur die reine Komponente liefert, "sondern eine integrative Einheit mit dem Konverter – ein Lasermodul".
Erste Serieneinsätze in Oberklassefahrzeugen gab es im BMW i8 und dem Audi R8 LMX bereits. Mit weiteren Aufträgen wird gerechnet. Branchenkennern zufolge wird der neue Siebener von BMW ebenfalls mit Lasermodulen des Zulieferers ausgestattet.
Osram sieht sich als einziges Unternehmen, "das momentan so ein Lasermodul anbietet". Schwabe rechnet aber künftig mit Wettbewerb und begrüßt diesen. "Denn das bedeutet, dass das Laserlicht nicht eine kurzfristige Erscheinung ist, die in der Nische stecken bleibt."
Osram-Manager Schwabe, zu dessen Bereich die Lichttechnik für die Fahrzeugindustrie zählt, erwartet, dass sich die Kosten in den nächsten fünf Jahren dank größerer Stückzahlen um bis zu zwei Drittel senken lassen.
Die Kosten werden auch dadurch sinken, dass künftig die Systeme modularer aufgebaut werden können. Derzeit werden meist noch individuelle Kundenwünsche abgearbeitet. Und Schwabe sieht das Laserlicht keineswegs auf die Oberklasse beschränkt, sondern durchaus auch in günstigeren Segmenten einsetzbar. Er will mit seinem Konzernbereich "künftig verstärkt als Partner und Lösungsanbieter" im Markt wahrgenommen werden und nicht nur als Hersteller von Lichtquellenkomponenten.