Rüsselsheim. Nach der Entscheidung des General Motors-Verwaltungsrats, Opel zu behalten, beginnt nun das Ringen um Staatsgelder für die Opel-Sanierung. GM-Vertreter haben den Finanzbedarf auf 3,3 Milliarden Euro taxiert. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) erwartet, dass GM die Finanzierung grundsätzlich selbst übernimmt. Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz sieht GM ebenfalls in der Pflicht, für die Finanzierung zu sorgen: "Wenn die Mutter uns nicht abgeben möchte, dann muss sie auch selbst für die Tochter sorgen.“ Er will sich mit GM erst wieder an den Verhandlungstisch setzen, wenn "ein Investitions- und Un ternehmensplan mindestens bis 2014 dargelegt ist“. Ohne einen nachhaltigen Plan könnten von GM keine Arbeitnehmerbeiträge erwartet werden, sagte Franz.
Ob Opel ohne Staatshilfen auf die Beine kommt, ist fraglich. "Ich weiß nicht, woher GM das Geld für die Opel-Sanierung nehmen will, wenn dafür nicht staatliche Bürgschaften bereitgestellt werden“, erklärt Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive in Bergisch Gladbach. GM will sich aber nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europä ischen Ländern mit Opel-Stand orten um Finanzhilfen bemühen.