Rüsselsheim. Opel will seinen künftigen Kleinwagen "Junior“ nicht als Billigfahrzeug positionieren, sondern als modernes Lifestyle-Auto. Das kündigte Entwicklungschefin Rita Forst im Gespräch mit der Automobilwoche an. Ab 2013 sollen jährlich rund 100.000 Einheiten des Junior in Eisenach gebaut werden. Dafür investiert Opel 90 Millionen Euro in das Thüringer Werk. "Der neue Kleinwagen unterhalb des Corsa wird betont lifestylig ausfallen und sehr individuell gestaltbar sein. Insgesamt wird er ein deutlich höheres Ausstattungsniveau erreichen, als es heute noch in diesem Segment üblich ist“, sagt die Managerin.
Der Opel-Mini werde aber nicht den aktuellen Agila ersetzen, der ein Opel-Derivat des Suzuki Splash ist. "Wir werden definitiv einen Agila-Nachfolger haben“, erklärt Forst. Ob dieser aber eine eigene Opel-Entwicklung sein oder beispielsweise auf einer Chevrolet- Plattform basieren wird, ließ sie offen. Der aktuelle Agila B, der erst 2008 auf den Markt kam, stehe noch lange nicht am Ende seines Life-Cycles, betont Forst: "Wir verstehen uns weiter sehr gut mit Suzuki und haben vereinbart, dass der Agila und der Splash bis ans Ende ihres Life-Cycles fortgeführt werden.“ Suzuki war im vergangenen Dezember eine Allianz mit dem VW-Konzern eingegangen.