Darmstadt. Opel-Chef Nick Reilly hat den deutschen Händlern der Marke versprochen, die Entwicklung des vom Handel ersehnten Kleinstwagens unterhalb des Corsa mit Hochdruck voranzutreiben. Dies bestätigte der Sprecher des Verbands Deutscher Opel- und Chevrolet-Händler (VDOH), Thomas Bieling, nachdem Reilly auf der Mitliederversammlung des VDOH einen nicht öffentlichen Vortrag gehalten hatte.
Bereits auf dem Autosalon in Genf hatte Reilly die Hoffnung geäußert, schon im Jahr 2012 einen Mini und 2014 die Elektro-Version des Kleinstwagens präsentieren zu können. Darüber hinaus habe Reilly auf der Versammlung zugesichert, dass alle künftigen Opel-Modelle auch in Deutschland entwickelt werden, berichtet Bieling. "Er hat erklärt, dass der deutsche Stempel auf allen neuen Modellen zu sehen sein wird.“
Der VDOH, der im vergangenen Jahr den Verkauf von Opel an Magna nachdrücklich unterstützt hatte, hat inzwischen seine Ansicht geändert: "Ich denke heute, dass der Verbleib bei GM für Opel bessere Perspektiven bietet“, so Bieling. Zum einen könne Opel nun weit besser auf das weltweite Entwicklungsnetzwerk von General Motors zurückgreifen. Außerdem sei durch die Mehrheitsbeteiligung der US-Regierung an GM auch eine größere Sicherheit für alle gegeben, die diesem Verbund angehörten. Und schließlich habe Magna mit nur 500 Millionen Euro einen vergleichsweise niedrigen Eigenbeitrag zur Restrukturierung von Opel leisten wollen.