Paris. Der japanische Autobauer Nissan sieht sich in Europa auf Wachstumskurs und will dort wegen des starken Yen sein Einkaufsvolumen spürbar steigern. Ziel ist ein noch höherer Lokalisierungsgrad der Produktion. Im vergangenen Jahr hatte Nissan in Europa seine Verkäufe um 13 Prozent auf 555.924 Einheiten gesteigert. "Wir haben an unseren europäischen Standorten damit begonnen, japanische Zulieferer durch europäische Lieferanten zu ersetzen“, sagte Europa-Produktionschef Trevor Mann der Automobilwoche.
Bei einigen wichtigen Komponenten hat Nissan diesen kostensparenden Schritt bereits vollzogen. So kommt beim Erfolgsmodell Qashqai der gesamte Antriebsstrang inzwischen von europäischen Zulieferern. "Nach dem gleichen Prinzip gehen wir jetzt Bauteil für Bauteil durch und schauen, ob ein europäischer Ersatz sinnvoll ist“, erklärt Mann. Ziel von Nissan sei es generell, die lokale Zulieferung auszubauen.
Bei den Modellen Qashqai und Qashqai+2, die im vergangenen Jahr in Europa insgesamt 235.462 Käufer fanden (18 Prozent mehr als im Vorjahr), würden bereits rund 90 Prozent aller Komponenten aus europäischer Fertigung stammen. Ähnlich hoch sei diese Quote beim Kompaktvan Note. "Wir sind damit aber noch nicht fertig. Jetzt wollen wir auch beim Juke und beim Transporter NV200 eine höhere Lokalisierung erreichen“, berichtet Mann. In Europa produziert Nissan den Qashqai, den Juke und den Note im britischen Werk Sunderland. Im spanischen Werk Barcelona werden die großen Modelle NV200, Navara, Pathfinder und Primastar gebaut, und im russischen Werk bei St. Petersburg entstehen bislang der X-Trail, der Murano und die Mittelklasse-Limousine Teana.