Offenburg. Dank einer Kapitalspritze von 42 Millionen Euro von Gesellschaftern und Kreditgebern sowie einem Forderungsverzicht aller Kapitalgeber konnte der Zulieferer Neumayer Tekfor das Fremdkapital von über 400 Millionen Euro auf unter 200 Millionen Euro reduzieren. Zudem wurden mit den finanzierenden Banken bis zum Jahr 2011 weitere Zins- und Tilgungsverzichte und für die Zeit danach flexible Zins- und Tilgungszahlungen vereinbart. Ulrich Mehlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung des Zulieferers, der neben Radmuttern für Nutzfahrzeuge auch Nockenwellen, Pleuel und Komponenten für den Antriebsstrang herstellt, hat es sich nun zum Ziel gesetzt "den globalen Footprint“ auszubauen.
Im Fokus stehen dabei Osteuropa, Mexiko und die sogenannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China). So soll in Indien mit einem Kooperationspartner die Produktion für Komponenten wie Nockenwellen oder Pleuel für den indischen Markt ausgebaut werden. Und in Mexiko ist ein Bearbeitungs- und Umformzentrum geplant, das voraussichtlich schon im kommenden Jahr in Betrieb gehen wird.