Leipzig. „Green Mobility ist eine Art Neustart für Mitsubishi“, sagt Frey. „Uns ist es wichtig, grüne Mobilität ganzheitlich zu sehen. Deshalb speisen wir zum Beispiel in unsere Ladestationen Naturstrom ein.“ Auch am Einstieg in alternative Mobilitätskonzepte und andere grüne Dienstleistungen arbeite Mitsubishi. Bereits 2011 gab sich der japanische Autobauer ehrgeizige Ziele in puncto Nachhaltigkeit. Das „Environment Initiative Program 2015“ sieht vor, die CO2-Emissionen der verkauften Fahrzeuge bis 2015 gegenüber dem Vergleichsjahr 2005 um 25 Prozent zu mindern. Gleichzeitig soll der Anteil elektrisch oder teilelektrisch angetriebener Fahrzeuge an der Gesamtproduktion bis 2015 auf fünf und bis 2020 auf mindestens 20 Prozent steigen. Die grüne Strategie soll auch bei jedem einzelnen Händler erkennbar werden: „Unser Ziel ist es, dass alle Autohäuser mit einem Plug-in im Angebot eine Ladestation anschaffen“, so Frey. Mitsubishi erwartet aber keine Investition in teure Schnellladestationen. Glaubwürdigkeit erlangt eine Marketingstrategie erst durch überzeugende Produkte, weiß auch Frey. Deshalb setzt er auf den neuen Outlander Plug-in-Hybrid, der in Deutschland seit Mitte Mai im Handel ist. Das Modell ist das erste Allrad-SUV mit Plug-in-Hybridantrieb weltweit. Neben einem 121 PS starken Zweiliter-Benzinmotor arbeiten zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterrädern mit je 82 PS. Damit kommt der Outlander auf einen Normverbrauch von nur 1,9 Litern je 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 44 Gramm je Kilometer entspricht. Mitsubishis Deutschland-Chef hat große Pläne mit dem Stromer: Im ersten Verkaufsjahr will er 2500 Einheiten absetzen. Gut 500 Vorbestellungen machen ihm Mut. „Das Interesse ist riesig. In den Niederlanden, die den Verkauf fördern, wurden schon mehr als 10.000 Einheiten verkauft“, sagt Frey.
Deutschland-Chef Frey will vom Outlander Plug-in-Hybrid 2500 Einheiten verkaufen
Mitsubishi möchte Kunden mit Green Mobility gewinnen
Mitsubishi will mit einer „grünen“ Marketingstrategie wieder auf die Einkaufslisten der Autofahrer gelangen. Per Ende Mai waren die Neuzulassungen der Japaner in Deutschland um 12,3 Prozent gesunken. Aushängeschild für das Konzept der „Green Mobility“ soll der neue Outlander Plugin- Hybrid sein. Den Startschuss dafür gab der neue Deutschland- Chef Werner H. Frey bei der AMI in Leipzig. „Unser Ziel ist es, künftig jedes neue Modell mit mindestens einem alternativen Antrieb anzubieten“, so Frey.