Ingolstadt. Bei den Forschungen zur Verringerung des CO2-Ausstoßes setzen die Autohersteller zunehmend auf Erkenntnisse aus Windkanal-Tests. Audi hat deshalb das Winkanal-Zentrum in Ingolstadt um eine rund 20 Millionen Euro teure Anlage mit einer sechs Quadratmeter großen Düse erweitert, bei der Fahrzeuge bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometer pro Stunde getestet werden können. Die neue Anlage verfügt über einen Antrieb mit zwei Achsen mit jeweils 340 PS Leistung, was auch Tests mit allradgetriebenen Fahrzeugen ermöglicht.
Zum Spektrum der Untersuchungen zählen Enteisungsversuche bei niedrigen sowie Klimaanlagentests bei hohen Temperaturen. Insgesamt deckt der Windkanal einen Bereich von minus 25 bis plus 55 Grad Celsius ab. Neben Hitze- und Kälte- sind auch Regen- und Sonnenlichtsimulationen mit bis zu 1200 Watt pro Quadratmeter möglich. Auf Wunsch kann im Thermo-Windkanal sogar Schnee erzeugt werden. Diese Option ist auch für Skirennfahrer interessant. Ebenso wie der australische Schwimmstar Ian Thorpe hatten deutsche und österreichische Skiprofis das Windkanal-Zentrum der Ingolstädter schon in den vergangenen Jahren für Testzwecke genutzt.