München. Unter dem Namen SEIS (Sicherheit in Eingebetteten IP-basierten Systemen) wurde jüngst ein Forschungsprojekt für die Autoindustrie gestartet. Ziel ist die sichere Verwendung des Internetprotokolls (IP) für die Kommunikation von Steuergeräten im Fahrzeug. Initiiert wurde das Projekt von der Innovationsallianz Automobilelektronik (E/ENOVA). Zuschüsse dafür gibt es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung und des Forschungsförderungsprogramms IKT 2020. In den nächsten drei Jahren arbeiten an SEIS zwölf Unternehmen der deutschen Autoindustrie und sechs Forschungsinstitute.
Beteiligt sind auch die Hersteller Audi, BMW, Daimler und VW sowie die Zulieferer Bosch und Continental. Die BMW Forschung und Technik GmbH koordiniert das Projekt, das über ein Budget von 18 Millionen Euro verfügt. Die Projektpartner wollen die Komplexität der Elektronikarchitektur reduzieren, indem sie das Internetprotokoll als gemeinsames Protokoll für die Vernetzung von Steuergeräten im Kraftfahrzeug nutzen. Denn: Ein Oberklasseauto enthält heute bis zu 70 elektronische Steuergeräte, die durch bis zu fünf unterschiedliche Vernetzungstechnologien miteinander verbunden sind. Das erhöht etwa den Testaufwand der Elektronikarchitektur erheblich.
Ein Schwerpunkt des Projekts ist eine durchgängige Sicherheitslösung für die Kommunikation dieser Systeme. Die Ergebnisse sollen für alle Bereiche der Datenvernetzung im Fahrzeug eine Grundlage schaffen, um die wachsende Komplexität der Gesamtelektronik beherrschen zu können.