Köln. Alle Meinungen würden veröffentlicht, verspricht Marketingchef Frédéric Renard. „Das verstärkt das Vertrauen zur Marke Peugeot“, begründet er die ungewohnte Offenheit. „Wir lassen auch negative Bewertungen stehen“, verspricht er. Nur beleidigende Äußerungen würden gelöscht. „Wir wollen Transparenz zeigen und haben keine Scheu vor der Kundenmeinung.“ Die Kunden können für ihr Model in neun Kategorien jeweils bis zu zehn Punkte verteilen, etwa in puncto „Komfort“ oder „Verarbeitung“. Daraus entsteht eine Gesamtnote. Jeder Internetbesucher, der sich etwa über den neuen 108 informieren will, findet dort alle eingegangenen Bewertungen zu diesem Modell. Einige Neuwagenkunden, die sich dazu bereit erklärt haben, können von Kaufinteressenten auch angeschrieben werden. „Das Tool ergänzt unsere neue Markenpositionierung und unseren neuen Claim ‚Impress yourself‘“, sagt Renard dazu. Bislang sei der Rücklauf sehr gut, versichert der Marketingchef. „Beim neuen 108 haben wir Durchschnittsnoten von über neun Punkten, bei den meisten anderen Modellen im oberen Achter- und im Neuner-Bereich.“
Einbau in soziale Netzwerke
Peugeot Deutschland werde das Bewertungssystem künftig auch in den sozialen Netzwerken einsetzen, kündigte Renard an. Für den Importeur lieferten die Meinungen wertvolle Hinweise. „Für uns wird das zu einer interessanten Informationsquelle über unser Modellportfolio. Wir sehen hier sehr schnell, was besonders gut ankommt, aber auch, wo wir uns noch verbessern müssen.“ Entwickelt wurde das Tool von der britischen Firma Reevoo, die es für Peugeot bereits erfolgreich in Großbritannien und in den Niederlanden einführte.