Stuttgart. Nach Freigabe durch die Kartellbehörden rechnet der scheidende Mahle-Chef Heinz K. Junker – er wird zum 1. Juli vom ehemaligen Bosch-Manager Wolf-Henning Scheider abgelöst – mit einem Closing im Sommer. In einem weiteren Schritt will Mahle das Joint Venture von Delphi Thermal in China übernehmen. Im Jahr 2014 haben die Stuttgarter den Umsatz um rund 43 Prozent auf fast zehn Milliarden Euro gesteigert. Erstmalig wurde dabei ganzjährig der Umsatz des Klimaanlagenherstellers Mahle Behr sowie seit September die Vollkonsolidierung der slowenischen Letrika- Gruppe (Mechatronik- und Elektrikaktivitäten) bei den Erlösen mit berücksichtigt. Organisch lag das Wachstum des Traditionsunternehmens lediglich bei zwei Prozent. Die Geschäftsbereiche Motorsysteme- und Komponenten sowie Filtration und Motorperipherie legten dabei jeweils um drei Prozent zu. Unter dem Strich verdiente der Zulieferer mit 279 Millionen Euro 43 Millionen Euro mehr als 2013. Dank Wechselkurseinflüssen im ersten Quartal 2015 steigerte Mahle den Umsatz um über 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Zukäufe
Mahle in neuer Umsatzdimension
Der Anbieter von Motorkomponenten Mahle will 2015 zwischen 10,5 und 11,5 Milliarden Euro umsetzen. Die Höhe hängt auch davon ab, wann die im Februar angekündigte Übernahme der Klimatechnik-Sparte des US-Zulieferers Delphi abgeschlossen werden kann. Diese umfasst ein Volumen von etwa 1,2 Milliarden Dollar mit 7600 Mitarbeitern an weltweit 13 Standorten.