Oberwaltersdorf. Der kanadische Magna-Konzern will sich ganz auf seine Kompetenzen als Zulieferer und Auftragsfertiger konzentrieren. Die Pläne, als Fahrzeughersteller zu agieren, sind nach dem gescheiterten Einstieg bei Opel ad acta gelegt. „Unsere Kunden, die Fahrzeughersteller, wollen uns“, sagt Günther Apfalter, der von der Innovationskraft seines Unternehmens überzeugt ist. So beschäftigt sich der Zulieferer etwa am Standort von Magna Steyr in Graz intensiv mit dem Thema Leichtbau in all seinen Facetten.
Der Manager ist seit dem Wechsel von Siegfried Wolf im November 2010 zum Industrie-Imperium Basic Element für Magnas Europa- Geschäft verantwortlich. Mit dem MILA Aerolight hat das Unternehmen vor Kurzem das fünfte Konzeptfahrzeug aus der Reihe MILA („Magna Innovative Lightweight Auto“) vorgestellt. Das viersitzige, mit Erdgas betriebene Fahrzeug im A-Segment kommt bei einem Gewicht von 700 Kilogramm auf einen CO2-Ausstoß von 55 Gramm pro Kilometer. Um dieses Gewicht zu erreichen, griff der Zulieferer auch auf Werkstoffe aus der Luftfahrt zurück.