München. Im Scheinwerfer-Bereich wird sehr viel Licht aus einer sehr kleinen Fläche benötigt, damit die Lichtsysteme effizient wirken können. „Unsere Chip-Technologie ist in diesem Fall sehr gut geeignet, dieses Licht extrem gebündelt anzubieten“, betont Kamper die Kompetenzen Osrams. Bei Osram beschäftigt man sich auch mit infrarotem Licht. Kamper: „Es werden immer mehr Nachtsichtsysteme fürs Auto auf den Markt kommen.“ Perspektiven bieten infrarote Laser. Diese werden heute bereits bei der Precrash-Sensorik eingesetzt. Also beispielsweise, damit ein Auto frühzeitig erkennt, wenn ein Fußgänger die Straße überquert. „Um dem Auto sozusagen Augen zu geben, können infrarote Halbleiter als Lichtquelle eine sehr wichtige Rolle spielen“, erklärt Kamper. Der Münchner MDAX-Konzern registriert bei Halbleitern einen deutlichen Preisverfall. Dieser werde von Osram aber durch eine stärkere Marktdurchdringung kompensiert.
LED treibt Halbleitergeschäft von Osram
Nachdem die LED den Autoinnenraum bereits weitgehend erobert hat, vollzieht sich nun im Frontbereich die Umstellung von herkömmlichen Lichtquellen auf LEDs. „Da sehen wir künftig noch gute Wachstumsmöglichkeiten für unsere Lösungen“, erklärt Aldo Kamper, Chef des Optohalbleiter-Geschäfts von Osram. Der Zulieferer hat im vergangenen Jahr mit Optohalbleitern mehr als eine Milliarde Euro umgesetzt. „Davon ist das Automobilgeschäft mit mehreren Hundert Millionen Euro das größte Segment und für uns auch weiterhin ein wichtiger Wachstumstreiber.“