München. Die rückläufige Absatzentwicklung hat immer dramatischere Folgen für die deutsche Autoindustrie: Bis auf Porsche haben alle Pkw-Hersteller Kurzarbeit angemeldet. Zuletzt hat Audi bekannt gegeben, am 20. Februar sowie in der Woche vom 23. bis 27. Februar 25.000 Mitarbeiter der beiden Werke Ingolstadt und Neckarsulm in Kurzarbeit zu schicken. Bei Ford werden im Februar 12.600 Beschäftigte in Köln und Saarlouis betroffen sein. Nur bei Porsche ist Kurzarbeit „definitiv kein Thema“, heißt es aus Stuttgart. Die schwächere Nachfrage werde weiterhin über Arbeitszeitkonten abgefangen.
Bei VW hingegen sind die Überstundenkonten mittlerweile abgebaut, erklärt Betriebsratschef Bernd Osterloh. Deshalb hat sich Volkswagen entschieden, große Teile der Belegschaft in Kurzarbeit zu schicken: Rund zwei Drittel der 92.000 Beschäftigten müssen in der letzten Februarwoche die Arbeit ruhen lassen. Betroffen sind neben dem Stammsitz Wolfsburg vier weitere Fabriken. BMW hatte aufgrund der schlechten Auftragslage schon über Weihnachten eine mehrwöchige Produktionspause eingelegt. Jetzt lässt der Konzern 26.000 Mitarbeiter der Werke Dingolfing, Regensburg, Landshut und Berlin an bestimmten Tagen im Februar und im März kurzarbeiten. BMW versichert, dass das Nettoeinkommen der Tarifarbeiter auch bei Kurzarbeit „mindestens 93 Prozent des üblichen Niveaus betragen“ wird.