Köln. Ford hat in Deutschland im ersten Halbjahr eine Schrumpfkur hinter sich und dabei seine Kurzzeitzulassungen deutlich heruntergefahren. Als Folge sackte der Marktanteil zunächst mehrere Monate lang unter die Schwelle von sechs Prozent. Zur Jahresmitte lag Ford wieder bei einem Anteil von 6,6 Prozent. Im Monat Juni
wurden 7,2 Prozent erreicht.
Vertriebschef Jürgen Stackmann ist zuversichtlich, künftig auf Dauer über dieser Marke zu bleiben. „Im ersten Halbjahr haben wir uns eine Auszeit gegönnt, um die Zahl der Kurzzeitzulassungen bis zu zwölf Monaten zurückzufahren“, sagt Stackmann. Insgesamt habe Ford im ersten Halbjahr 13.900 Einheiten gegenüber dem Vorjahr abgebaut, das entspricht 26 Prozent. „Diese Stückzahl ist aber in vollem Umfang ersetzt worden durch Neuwagen-Endkunden“, freut er sich. Im Einzelnen habe Ford bis Ende Juni 13.500 mehr Fahrzeuge an Privatkunden und 4300 mehr Fahrzeuge an Flottenkunden verkauft. „Ford wächst erstmals seit zwei Jahren wieder in Deutschland. Und das Erfreuliche ist: Ins zweite Halbjahr gehen wir mit einem deutlich höheren Auftragsbestand als im Vorjahr.“
Weil weniger Kurzzeitzulassungen auf den Höfen stehen, haben die Händler auch weniger Kapital gebunden und somit mehr Liquidität, betont Stackmann. „Die Profitabilität ist bis Ende Mai um einen ganzen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Damit liegen wir im oberen Drittel der Branche.“ Für das zweite Halbjahr ist der Vertriebschef optimistisch: „Wir haben den Strukturwandel im
Vertrieb hinter uns und eine frische Modellpalette.“ Vor allem durch den neuen Fiesta, dessen Verkaufsstart im Oktober geplant ist, und später mit dem neuen Ka
gebe es zusätzlichen Rückenwind.