München. VW und der VfL Wolfsburg – eine Symbiose, die sich auch im Stadion-Namen widerspiegelt: Volkswagen-Arena. Doch ausgerechnet dort mischt jetzt ein neuer Player mit: Porsche macht seit Neuestem Bandenwerbung im Stadion, „um in Wolfsburg Sympathie für die Marke zu schaffen“. Beim VfB Stuttgart wirbt Porsche mit „911 Freunde sollt Ihr sein“. Ob auch die Wolfsburger zu Freunden werden, bleibt abzuwarten. „Fußball ist die ideale Plattform, um die Bekanntheit und die Sympathiewerte der Marke und ihrer Produkte zu steigern“, meint Sevilay Gökkaya, Leiterin Marketing bei Hyundai.
Die Koreaner – von 2000 bis 2014 offizieller Sponsor der Europa- und Weltmeisterschaften – sind voll auf Fußball eingestellt. Wie andere Autohersteller auch. Denn Sport-Sponsoring bietet hervorragende Möglichkeiten, sich medienwirksam zu präsentieren. Starkicker fahren Audi, Mannschaftsbusse von Daimler rollen durchs TV-Bild. Die Zeiten, in denen die Autohersteller nur Trikots für ortsansässige Vereine übrig hatten, sind längst passé: Suzuki mit Sitz in Bensheim sponsert den Zweitligisten SC Freiburg. VW unterstützt seit Kurzem sogar die direkte Wolfsburger Konkurrenz: Werder Bremen und Schalke 04. Audi spielt beim FC Bayern München und acht anderen Vereinen mit – ein Erbe des Fußballbegeisterten Ex-Audi-Chefs Martin Winterkorn. Kein anderer deutscher Autohersteller sponsert so viele Mannschaften. Audi unterstützt sieben „Premium-Vereine Europas“, so eine Sprecherin.