Seelze/Bad Homburg. Die jahrelange Debatte um umweltfreundlichere Kältemittel in Klimaanlagen flammt in diesem Jahr neu auf. Denn seit dem 1. Januar verbietet eine EU-Richtlinie den Einsatz des bislang genutzten Treibhausgases Tetrafluorethan (R134a) in neuen Pkw-Typen. Ab 2017 gilt das Verbot für das klimaschädliche Mittel für alle Neufahrzeuge.
Die beiden wesentlichen Hersteller des neuen Ersatz-Kältemittels HFO-1234yf, der US-Technologiekonzern Honeywell und die französische Chemiegruppe Du-Pont, wollen im vierten Quartal 2011 das von ihnen entwickelte Kältemittel auch in Europa auf den Markt bringen und stehen mit einem Produktions-Joint-Venture in den Startlöchern. Die Zulieferer erhielten dabei vor wenigen Tagen die Rückendeckung der US-Behörden: Die US-Umweltschutzagentur EPA erteilte die endgültige Genehmigung für den Einsatz von 1234yf in Neuwagen in den USA. Weitere Zulassungen gibt es bereits für Japan, China und Südkorea. Mit General Motors wurden Verträge über den globalen Einsatz von 1234yf ab 2013 unterzeichnet.