Osnabrück. Der Betriebsrat des insolventen Zulieferers Karmann ist vom Verhalten der Autohersteller enttäuscht. So seien "für den Metallbereich erteilte Aufträge infrage gestellt beziehungsweise wieder zurückgezogen worden“, kritisiert der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Gerhard Schrader. Zudem gebe es Kunden, die unbezahlte Rechnungen aus Zeiten vor der Insolvenz mit eventuell entstehenden Regressansprüchen gegenrechnen wollen. Karmann hatte im April die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass wegen mangelnder Neuaufträge mit weiteren Entlassungen gerechnet wird. Schrader erwartet, dass etwa 950 von 1600 Beschäftigten gehalten werden können. Derzeit führt der Insolvenzverwalter Ottmar Hermann Gespräche mit Interessenten für die Bereiche Technische Entwicklung und Dachsysteme. An der Dachsparte von Karmann sind Magna und der spanische Zulieferer CIE Automotive interessiert.
Karmann verliert Aufträge von Autoherstellern
Der Betriebsrat des Osnabrücker Zulieferers Karmann ist enttäuscht vom Verhalten der Fahrzeughersteller. Nach Angaben des stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Gerhard Schrader sind von den Kunden für den Metallbereich erteilte Aufträge infrage gestellt beziehungsweise wieder zurückgezogen worden.