Köln. Die Studie belegt zwar erneut, dass Smartphone & Co. für die 18- bis 34-Jährigen einen sehr hohen Stellenwert haben – dennoch sehen die Befragten das Auto als wichtiger an für den Ausdruck ihrer Persönlichkeit als die über 55-Jährigen. „Die automobile Begeisterung junger Menschen ist ungebrochen“, fasst daher Fords Marketing- und Vertriebschef Wolfgang Kopplin die Studie zusammen. „Für die Millennials zählt das Auto eindeutig zur Kategorie ‚Must-have‘“, so Kopplin. Wichtig für die Autobranche sind allerdings die veränderten Schwerpunkte, die die jüngere Generation beim Thema Auto setzt. Für sie bedeutet „Freiheit“ mit dem Auto etwas ganz anderes als für die Älteren. Für die Millennials, so die Autoren der Studie, bedeutet Freiheit vor allem Konnektivität. So sehen neun von zehn Befragten die volle Einbindung ihrer elektronischen Geräte im Auto als Selbstverständlichkeit an. „Connected Car wird in den kommenden Jahren zu einem bestimmenden Thema für die Automobilindustrie werden“, sagt dazu Reinhard Zillessen, Marketingdirektor bei Ford Deutschland. Auch den Begriff „Fahrspaß“ definieren die Jüngeren anders: Für sie bedeutet er „mit Freunden unterwegs sein und im Auto Musik hören“. Ältere Semester dagegen fahren lieber alleine und verbinden mit Fahrspaß immer noch das physische Erleben von Längs- und Querbeschleunigung. Die Studie zeigt erneut, dass jüngere Kunden großen Wert auf die Individualisierbarkeit ihres Autos legen. Und sie kaufen Autos spontaner als ältere Menschen.
Jung und autobegeistert
Die Vorstellung vom weitgehenden Desinteresse junger Menschen am Auto ist nicht nur in Redaktionen beliebt. Mit der Realität hat sie aber wenig zu tun, wie eine Studie des Forschungsinstituts Penn Schoen Berland (PSB) zur Einstellung der sogenannten „Millennials“ zum Thema Auto und Mobilität zeigt. In Auftrag gegeben wurde sie von den deutschen Ford-Werken.