Burscheid. Seit 2010 hatte Johnson Controls den französischen Textilhersteller Michel Thierry, die deutschen Metallspezialisten C. Rob. Hammerstein und Keiper sowie Recaro Automotive Seating übernommen. „Wir sind von einem Just-in-time- Assembly-Unternehmen zu einem Technologieunternehmen mit einer tief gestaffelten vertikalen Integration geworden“, erläutert Andreas Eppinger, Leiter des Bereichs Technology and Advanced Development. Eppinger baute seit 2010 ein Team mit rund 40 Mitarbeitern auf, das sich ganz dem Technologiemanagement widmet. Gezielt wird in einem möglichst frühen Stadium nach neuen Technologien gefahndet, nicht nur innerhalb der Automobilbranche, sondern auch darüber hinaus. So wurden die Entwickler bei der Suche nach Partnern für die neuartigen Rückenlehnen bei einem britischen Traditionsbetrieb für Federkernmatratzen fündig.
Johnson Controls sucht innovative Technologien
Die Autositzsparte des US-Zulieferers Johnson Controls stellt sich nach mehreren strategischen Übernahmen neu auf und will sich verstärkt als Technologielieferant positionieren. Eine der ersten Neuheiten sind Vordersitz-Rückenlehnen mit Federkernen statt der üblichen Schaumstofffüllung. Sie sind deutlich leichter und etwa 35 Millimeter weniger tief als herkömmliche Rückenlehnen, was den Innenraum vergrößert. Auf der IAA im September sollen sie vorgestellt werden, serienreif werden sie ab dem Modelljahr 2015 sein. Später soll die Federkern- Technik auch in den Sitzflächen und auf den Rücksitzen Einzug halten