München. Um diesen Problemen auf den Grund zu gehen, analysierte Voith jüngst im Rahmen einer Bachelor- Arbeit, welche Hindernisse im eigenen Unternehmen eine erfolgreiche Integration erschweren. „In der Studie ging es uns zum einen um die Willkommenskultur innerhalb der Division Automotive, und zum anderen haben wir den konkreten Handlungsbedarf analysiert“, erläutert Michael Witt aus der Personalabteilung von Voith Industrial Services. Erste Maßnahmen werden inzwischen im Rahmen eines Pilotprojekts umgesetzt. „Aus der Studie ging hervor, dass unsere Führungskräfte großen Wert auf Hilfestellungen bei Themen wie interkulturelle Kompetenz und soziale Integration legen“, berichtet Witt. Als Konsequenz daraus biete Voith inzwischen interkulturelle Trainings an allen betroffenen Standorten an. Für Voith Industrial Services sei es essenziell, ausländische Mitarbeiter längerfristig ans Unternehmen zu binden. Deshalb müssen die inländischen Führungskräfte über interkulturelles Fingerspitzengefühl verfügen. „Im Rahmen von internationalen Projekten fragen unsere Kunden durchaus auch Mitarbeiter mit internationaler Erfahrung für die lokale Projektimplementierung an“, sagt der Personalmanager. Bereits in der Angebotsphase habe Voith Industrial Services dann Vorteile, wenn man nachweisen könne, über entsprechend qualifizierte Führungskräfte zu verfügen. „Die Fähigkeit, ausländische Fachkräfte zu integrieren, wirkt sich nicht nur positiv auf die langfristige Bindung der neuen Mitarbeiter aus, sondern sie stärkt auch die Unternehmensattraktivität und damit seine Position auf dem internationalen Arbeitsmarkt.“
Voith Industrial Services
Integration zahlt sich aus
Der Dienstleistungskonzern Voith Industrial Services, der unter anderem für die Automobilindustrie komplette Fertigungs- und Fördersysteme entwickelt und aufbaut, leidet wie viele andere Industrieunternehmen unter dem Mangel an Fachkräften. Zwar versucht Voith schon seit Längerem, auch im Ausland Entwickler und Manager anzuheuern, doch bei der Integration der neuen Mitarbeiter ins Unternehmen stieß man immer wieder auf Schwierigkeiten.