Aachen/Kaiserslautern. „Die Informatik-Kompetenz des Fraunhofer IESE und unsere fahrzeugtechnische Kompetenz ergänzen sich ideal, sodass wir komplexe mechatronische Systeme und innovative Funktionen hinsichtlich der funktionalen Sicherheit effizient und kompetent absichern können – einschließlich der Bewertung der Kontrollierbarkeit von Systemfehlern und -grenzen“, erklärt Lutz Eckstein, Beiratsvorsitzender der Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen. Für die Automobilindustrie bedeute dies unter anderem eine effizientere Vorgehensweise bei Produktinnovationen, da mit der Expertise der fka und des Fraunhofer- Instituts Zeit und Kosten in der Vorentwicklung gespart werden können. Gleichzeitig soll ein höheres Qualitätsniveau erreicht werden. Das fka liefert vor allem Expertise in der Systembeschreibung und der technischen Validierung – beispielsweise durch Fahrdynamiksimulationen. Das Fraunhofer IESE berät in der Projektentwicklung bei der Systementwicklungsmethodik und bringt seine Kompetenzen bei Sicherheitsanalysen ein. „Die Automobilindustrie steht vor der Herausforderung, softwaregetriebene Innovationen in immer kürzeren Zyklen einzuführen, ohne die hohen Ansprüche an Sicherheit und Zuverlässigkeit zu verletzen“, erläutert Peter Liggesmeyer, wissenschaftlicher Leiter des IESE. Um die Industrie bei dieser Aufgabe zu unterstützen, bedarf es eines beschleunigten und vor allem disziplinübergreifenden Transfers aus der Forschung in die Praxis, ist er überzeugt.
Kooperation
Innovationen absichern
Die Elektrifizierung der Fahrzeuge und das automatisierte Fahren stellen neue Herausforderungen an die funktionale Sicherheit der Systeme. Um der Automobilindustrie die dafür benötigten Dienstleistungen zur Entwicklung und Absicherung innovativer Fahrfunktionen aus einer Hand anbieten zu können, haben die fka Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen Aachen und das Fraunhofer- Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern eine strategische Partnerschaft geschlossen.
Altbekannte Partner
Die Kooperation der beiden Einrichtungen resultiert aus der Zusammenarbeit im Projekt „e performance“. Über einen Zeitraum von drei Jahren forschten die Partner an der Idee, ein komplett neuartiges Systemkonzept für ein leistungsfähiges Elektroauto zu entwickeln. Dabei arbeiteten die beiden Institute eng zusammen, um die Absicherung aller Fahrfunktionen zu gewährleisten.