Bonn. Nissans Nobelableger nfiniti scheint nach jahrelanger Durststrecke in Deutschland doch noch auf den Wachstumspfad zu finden. Im ersten Halbjahr wurden 1120 Fahrzeuge verkauft, mehr als die 1015 Autos des ganzen Vorjahrs. Europaweit – ohne Russland – waren es 9535 Fahrzeuge, ein Plus von 177 Prozent.
Diesen Schub brachte Infiniti in den ersten sechs Monaten vor allem der neue Kompaktwagen Q30, auf den in Deutschland mehr als die Hälfte der Bestellungen (653) entfielen. Im Herbst folgt das Crossover QX30, das auf der gleichen Plattform wie sein Nissan-Schwestermodell Qashqai steht. Mit ihren ersten Kompaktmodellen habe für die Marke ein neues Zeitalter begonnen, sagte der seit Anfang Juli amtierende Deutschland-Chef Michael Hungenberg der Automobilwoche. Er ist als Regionaldirektor neben Deutschland auch für Österreich und die Schweiz zuständig. Hungenberg soll vor allem Infinitis Hauptproblem in diesen Ländern lösen: Das Vertriebsnetz ist zu klein.