Tokio. Nissans Edelmarke Infiniti geht unter ihrem seit einem Jahr amtierenden Chef Roland Krüger neue Wege im seit Jahren schwächelnden Vertrieb in Westeuropa. Anders als beim Start im Jahr 2008 beharrt die Marke hier nun nicht mehr darauf, dass der Service für die Nobelfahrzeuge ausschließlich in den wenigen Infiniti-Zentren erfolgen muss. Die Infiniti-Modelle dürfen künftig in jeder qualifizierten Werkstatt jeglicher Marke gewartet werden, sagte Krüger der Automobilwoche am Rande der Tokyo Motor Show. Er erwartet, dass vor allem Nissan-Betriebe dafür geeignet sind, andere Marken sind aber nicht ausgeschlossen.
Bislang verfügt Infiniti in Deutschland nur über sechs Zentren für Verkauf und Service, in Frankreich sind es neun und in Großbritannien zwölf. Auf der Website des Herstellers können Kunden daher im Umkreis von 1000 Kilometern den nächstgelegenen Betrieb suchen. "Das Thema Netzentwicklung ist das wichtigste Thema für uns in Westeuropa", sagt Krüger. "Deshalb werden wir Serviceverträge für alle Automobil-Handelsbetriebe anbieten, die sich dabei qualifizieren wollen. Und das können nicht nur Nissan-Betriebe sein."