Kerpen. Einen Ausblick auf die Mobilität im Jahr 2020 gibt der US-Zulieferer Visteon mit dem Konzeptfahrzeug e-Bee. Berücksichtigt wurden bei der Entwicklung auch alternative Wege der Fahrzeugnutzung wie beispielsweise Carsharing. Beim Konzept wurden die Funktionen des e-Bee – mit berührungssensitiven Displays und Profilspeicherung in der Cloud – so entwickelt, dass sie für jeden Nutzer intuitiv und sofort bedienbar seien. „Das bedeutet eine bisher nicht gesehene Flexibilität“, begeistert sich Visteon-Geschäftsführer Christian Feltgen. Das Konzeptfahrzeug, das für Elektro- und Hybridantriebe ausgelegt ist, sammelt und verarbeitet fahrspezifische Daten und ist Teil eines Mobilitätsnetzwerks. „Verbraucher erwarten immer häufiger, dass Fahrzeuge mit umfassenden Funktionen aus der Unterhaltungselektronik ausgestattet sind“, so die Erfahrung von Steve Meszaros, der beim Zulieferer die Elektronik verantwortet. Verglichen mit einer konventionellen Fahrzeugarchitektur geht der Zulieferer beim e-Bee neue Wege. So verfügt das Modell beispielsweise über ein Klimamodul, das Heizung, Lüftung und Klimatisierung mit dem Motorkühlsystem verbindet. Dadurch wird mehr Platz im Fahrzeuginnenraum geschaffen, was neue Möglichkeiten des Interieur-Designs ermöglicht. Der Zulieferer will so eine einfache Nutzung der Fahrzeugelektronik und Komfort- Features gewährleisten, um die Aufmerksamkeit des Fahrers so wenig wie möglich zu beeinflussen.
Ideen für besseres Fahrerlebnis
Der Fahrer des e-Bee kann auf drei Displays zugreifen: ein Hauptdisplay für Informationen zur Fahrt sowie zwei kleinere Touchscreens, die an beiden Seiten des Lenkrads sitzen. Zudem verfügt das Fahrzeug über ein „Head-down-Display“, das die wesentlichen Fahrerinformationen anzeigt. Anstelle eines herkömmlichen Rückspiegels informiert sich der Fahrer über ein kamerabasiertes Display über das Geschehen hinter dem Auto. Gleich auf drei Ebenen bietet der e-Bee Möglichkeiten der Personalisierung. Zum einen regional: So ist die Basis der e-Bee-Innenraumstruktur zwar global identisch, doch die Bedienarchitektur lässt sich für jede Region kundenspezifisch anpassen. Zweitens nach Fahrzeughalter: Mit ausgewählten, einfach installierbaren Modulen wie kabellosen Ladegeräten, Kameras oder auch Getränkehaltern kann der Innenraum individuell gestaltet werden. Drittens nach Nutzer: Sind spezifische Nutzerpräferenzen in der Cloud hinterlegt, lassen diese sich abrufen, sobald der Fahrer in das Auto einsteigt. Zunächst geht e-Bee auf Reisen. „Wir werden das Fahrzeug als Diskussionsgrundlage zu Themen zukünftiger Technologietrends und -bedürfnisse bei Kunden- und Branchenveranstaltungen in Asien, den USA und Europa ausstellen“, erklärte Tim Yerdon, der beim Interieurspezialisten weltweit für Innovationen zuständig ist.