Böblingen. Mit der ICT Software Engineering hat in Deutschland seit Jahresbeginn ein neuer Anbieter im Bereich der Embedded- Software-Entwicklung Fuß gefasst. Die ICT Software Engineering in Böblingen zählt rund 260 Mitarbeiter und ist ein Tochterunternehmen der niederländischen ICT Gruppe, die 2008 rund 100 Millionen Euro Umsatz anstrebt. Das Spektrum von ICT umfasst die Entwicklung von Softwarelösungen und deren Integration in IT-Systeme, die Durchführung von Projekten sowie das Qualitätsmanagement. Rund 75 Prozent des Umsatzes von 24 Millionen Euro, der 2008 in Deutschland erzielt werden soll, entfällt auf die Fahrzeugindustrie. Zu den Kunden gehören Autohersteller und Zulieferer.
„Bis Jahresende wollen wir etwa 300 Mitarbeiter beschäftigen und 2009 planen wir mit einem Umsatz in Höhe von 35 Millionen Euro“, so Deutschland-Geschäftsführer Jörg Espelage. Dieses Wachstum soll organisch erreicht werden. Perspektiven sieht er etwa mit Automatisierungslösungen für die Automobilindustrie. Allerdings ist Espelage auch offen für Zukäufe. Sie könnten dazu beitragen, langfristig die Abhängigkeit vom Automobilgeschäft zu verringern. Der Geschäftsführer strebt einen Automotivanteil von etwa 55 Prozent an und möchte Bereiche wie Luftfahrt, Bahn, Medizin oder Energie stärken.
Hervorgegangen ist die ICT Software Engineering aus dem Zusammenschluss der ICT Software Engineering Südwest, der !zip EDV-Beratung und der !zip Automation. Zudem hält die deutsche ICT 80 Prozent der Anteile an der Lineas Automotive. Ende 2008 wird dieser Anteil auf 100 Prozent erhöht und eine Umbenennung des Unternehmens in ICT Software Engineering Nord erfolgen.