Coburg. Der Umsatz stieg 2013 leicht um vier Prozent auf 4,7 Milliarden Euro und lag damit etwas höher, als es Brose-Chef Jürgen Otto im Herbst erwartet hatte. Die Franken kompensierten die anhaltende Absatzschwäche in der EU durch einen hohen Exportanteil. Den stärksten Anstieg gab es bei Sitzsystemen, die um 13 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zulegten. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um etwa 1650, davon rund 330 in Deutschland, auf nun 22.000. Insgesamt wurden 264 Millionen Euro investiert. Der Großteil davon floss in den Aus- und Neubau von Werken. So entstanden Fabriken in East London (Südafrika), Melfi (Italien) sowie Bremen.
28 Millionen Euro an Belegschaft
Hohe Prämie für Mitarbeiter des Zulieferers Brose
Die Beschäftigten von Brose – auch die Zeitarbeiter – erhalten für das vergangene Jahr eine Erfolgsprämie von mehr als 28 Millionen Euro. Für den Coburger Zulieferer ist das ein Rekordwert. Brose zeigt sich spendabel, obwohl die Zielrendite wegen hoher Anlaufkosten für neue Produkte deutlich verfehlt wurde. Konkreter wurden die Coburger hier nicht.
Investitionsprogramm
Für das laufende Jahr rechnet die Gruppe mit etwa fünf Milliarden Euro Umsatz, ein Plus von acht Prozent. Dafür haben die Gesellschafter ihr bislang größtes Investitionsprogramm beschlossen – 920 Millionen Euro stehen bereit. Das Geld soll vor allem in Kapazitätserweiterungen in den USA, Mexiko, China und Thailand fließen. „Unser Ziel ist es, kontrolliert, profitabel und eigenfinanziert zu wachsen, um unsere Unabhängigkeit und Stabilität als Familienunternehmen zu erhalten“, so Otto. Im Juni startet in Berlin die Produktion für E-Bike-Antriebstechnik. Der laut Brose mit 3,4 Kilo leichteste Antrieb im Markt lässt sich komplett in den Fahrradrahmen integrieren.