Flins. Der Zoe wird auf der gleichen Linie gebaut, auf der auch der neue Clio, dessen Vorgängermodell Clio Collection sowie die Karosserie des Clio RS gefertigt werden, die zur Endmontage ins Werk Dieppe geschickt wird. Dafür investierte Renault einen zweistelligen Millionenbetrag. Insgesamt sind dort nun 550 Roboter im Einsatz, davon allein 150 ausschließlich für den Zoe. Unter anderem musste für das neue Elektromodell die Blechpressung der Türen und der Heckklappen neu aufgebaut werden. Erheblichen Mehraufwand verlangt auch der Unterflureinbau der Batterie. Dafür wurden 500 zusätzliche Schweißpunkte notwendig. Die speziellen Zoe-Komponenten werden zum größten Teil von französischen Lieferanten gebaut, während die meisten Teile des neuen Clio IV von osteuropäischen Lieferanten stammen. Neben den Investitionen in das Presswerk baute Renault auch eine eigene Batteriepack-Fertigung in Flins auf. Dazu wurde eine 500 Quadratmeter große Werkhalle ausgeräumt und auf einen zu 34 Prozent automatisierten Betrieb eingestellt. Der hohe Automatisierungsgrad wurde auch aus Sicherheitsgründen angestrebt, schließlich herrschen dort Spannungen bis zu 400 Volt. Manuell wird im Batteriewerk fast nur noch im Niedrigstrom-Bereich gearbeitet.
Hochspannung im Werk
Renault beschreitet bei seinem Elektroauto Zoe nicht nur in der Entwicklung, sondern auch in der Fertigung im Werk Flins bei Paris neue Wege. Der batteriebetriebene Kleinwagen wurde von Anfang an als reines E-Auto konzipiert und wird auf derselben Linie wie drei weitere Modelle gefertigt. Das sorgte zwar für beträchtliche Einmal-Investitionen, senkt aber auf Dauer die Kosten. Derzeit werden in Flins täglich 620 Fahrzeuge gebaut, davon 40 bis 80 Zoe. „Wenn die Nachfrage ansteigt, können wir jederzeit mehr Zoe bauen, ohne zusätzliche Investitionen“, erläutert Werksleiter Thierry Charvet die flexible Strategie.