Für BMW ist Heike Schneeweis kein Weg zu weit. Während andere von Starnberg nach München zur Arbeit fahren, pendelte sie für ihren Job zeitweise zwischen Indien und Thailand. Im Land des Lächelns baute die blonde Bayerin Ende der 90er-Jahre die BMW-Vertriebsgesellschaft auf. Nach getaner Arbeit flog sie heim zu ihrem Ehemann, der in Indien arbeitete. Ihr Einsatz machte sich bezahlt: Mittlerweile ist die 49-Jährige Leiterin des Personalwesens und damit verantwortlich für die Personalbetreuung von weltweit 100.000 BMW-Beschäftigten. Eines war der Betriebswirtin schon nach ihrem Studium klar: Als Arbeitgeber kommt nur ein Premiumanbieter infrage. Der Autobauer BMW überzeugte die Personalerin mit einem professionell geführten Bewerbungsgespräch.
Schneeweis startete mit einem internationalen Traineeprogramm, das sie in die Niederlande und die USA führte. Auslandseinsätze haben für die Personalleiterin einen hohen Stellenwert. Die Möglichkeit, sich auf andere Kulturen einzulassen, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und so für das Unternehmen und die Mitarbeiter die ideale Lösung zu finden – für Schneeweis waren und sind das wichtige Erfahrungen im Berufsleben. In Großbritannien erweiterte sie ihren interkulturellen Erfahrungsschatz, tauchte in ihrer Zeit als Personalchefin des Mini-Standorts Oxford aber auch in die Werkswelt ein und absolvierte eine Schichtwoche in der Lackiererei. Trotz viel Arbeit bleibt Zeit für Mann und Kind und den Besuch von Kunstausstellungen. In ihrer Vorbildfunktion möchte sie zeigen, dass Beruf und Familie vereinbar sind – schließlich will sich BMW als attraktiver Arbeitgeber für Frauen positionieren.