Köln/Hamburg. Toyota beispielsweise hat bereits 2008 ein umfangreiches Programm gestartet, das bei der Geschäftsübergabe hilft. Das Problem ist nicht zu unterschätzen: „Für etwa 20 bis 25 Prozent des Händlernetzes besteht in den kommenden fünf Jahren die Notwendigkeit, sich mit dem Generationenüberhang zu beschäftigen“, sagt Toyota-Deutschland- Vertriebschef Martin Müßener. Auch Hyundai lässt seine Händler nicht allein: „Wir sind zwar noch eine sehr junge Marke, weshalb die Fälle gering sind. Aber auch wir unterstützen unsere Partner mit speziellen Trainings“, so Vertriebschef Udo Brandenburger. Beide Unternehmen greifen bei ihren Angeboten auch auf die Dienste der Personalberatung InterSearch Executive Consultants zurück. Jürgen Binger, Automobilexperte und Managing Partner von InterSearch, sieht Baustellen in vielen Autohäusern: „30 Prozent aller Händler haben Probleme mit der Nachfolge“, schätzt er. „Es kommt eine regelrechte Welle an Wechselfällen auf die Autohäuser zu, auf die nur die wenigsten vorbereitet sind.“ Seine Prognose: „Es werden mehr Töchter das Steuer übernehmen, das ist für viele Händler eine große Chance.“
Händler vor dem Generationenwechsel
In vielen Autohäusern steht in den nächsten Jahren eine Geschäftsübergabe an. Doch oft kümmern sich die Verantwortlichen viel zu spät und unprofessionell darum. Mancher Autohersteller unterstützt deshalb seine Händler bei der Suche nach einem kompetenten Nachfolger.