Kann das neue Unternehmen global gleichbleibend hohe Qualität liefern?, lautet die häufigste Frage an Roters. Der 58-Jährige holt dann tief Luft und sagt mit dem gelassenen Tonfall eines weit gereisten Automanagers: "Am meisten gefreut hat mich bei den Gesprächen der letzten Zeit folgender Kommentar: ‚Ich sehe, dass Yanfeng global das Gleiche umsetzt.‘"
Yanfeng stelle sich zwar als Unternehmen neu auf, greife dabei aber auf jahrelange Erfahrungen bei Produkten und Prozessen zurück, betonte Roters im Gespräch mit der Automobilwoche. "Wir fangen miteinander ja nicht bei null an, denn schon seit 15 Jahren kooperieren Johnson Controls und Yanfeng", sagt der Manager und fügt hinzu: "Wir arbeiten sehr prozessorientiert. Das ist in einem globalen Unternehmen entscheidend. So können auch ältere deutsche oder amerikanische Ingenieure zielorientiert mit ihren häufig noch sehr jungen chinesischen Kollegen zusammenarbeiten."
Roters Nahziel ist nicht unbescheiden: "Wir wollen uns in den nächsten drei Jahren weltweit als der Innenraum-Spezialist schlechthin etablieren." Den aktuellen Umsatz von 8,5 Milliarden Dollar will er bis Ende 2017 auf wenigstens zehn Milliarden Dollar treiben.