Untergruppenbach. China wird für den Zulieferer dabei zum größten Produktionsstandort. „Während unsere chinesischen Werke im kommenden Jahr etwa ein Viertel unserer weltweiten Getriebeproduktion ausmachen, wird dieser Anteil bis 2019 auf bis zu 45 Prozent anwachsen“, so Kotecha. Gleichzeitig wird die Produktion an westlichen Standorten auf rund 3,6 Millionen Getriebe pro Jahr moderat ansteigen. Für das laufende Jahr erwartet Getrag 3,3 Milliarden Euro Umsatz, 3,8 Prozent mehr als 2013. Die Russland-Krise trübt das europäische Geschäft. „Da liegen wir unter der ursprünglichen Planung“, sagte Vertriebsvorstand Bernd Eckl der Automobilwoche. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) rechnet Getrag mit einem Anstieg um 11,5 Prozent auf 229,7 Millionen Euro. Zudem erwartet der Zulieferer einen Absatz von rund vier Millionen Getrieben. Im kommenden Jahr sollen 3,5 Milliarden Euro Umsatz erzielt und 4,4 Millionen Getriebe verkauft werden, davon 1,3 Millionen mit Doppelkupplung. Getrag hat jüngst eine Entwicklungsvereinbarung mit dem chinesischen Joint-Venture-Partner Dongfeng unterzeichnet. In Wuhan werden für Kompaktautos ab 2016 DKG gefertigt. „Langfristig wollen wir dort bis zu einer halben Million Getriebe bauen“, so Eckl.
Getriebebauer
Getrag stockt Produktion in China deutlich auf
Der Getriebebauer Getrag nimmt für das Jahr 2019 beim Umsatz die Fünf- Milliarden-Euro-Marke ins Visier und will „dabei fast 6,6 Millionen Getriebeeinheiten weltweit absetzen“, so Vorstandschef Mihir Kotecha. Zwischen 2015 und 2019 soll der Absatz manueller Getriebe um 42 Prozent, der von Doppelkupplungsgetrieben (DKG) um 62 Prozent wachsen