Weinheim. Beim Familienunternehmen Freudenberg tragen die Investitionen des vergangenen Jahres Früchte. Allein 30 Millionen Euro hat der Konzern in Indien investiert. Das dortige Joint Venture Sigma Freudenberg NOK verzeichnet zweistellige Wachstumsraten mit der lokalen Fahrzeugindustrie und sieht sich als Marktführer bei Produkten wie Simmerringen und Dämpferdichtungen. Zudem will das Freudenberg- Geschäftsfeld Dichtungs- und Schwingungstechnik (FDS) in Indien ein Design-Center für Anwendungen bei Low-Cost-Cars bauen.
Auch in China zieht der Markt an. "Wegen der hohen Wachstumsraten wird der asiatische Raum teilweise aus europäischer Produktion mit abgedeckt“, erklärt Claus Möhlenkamp, Vorsitzender der FDS-Geschäftsleitung in Weinheim. Das Geschäftsfeld Dichtungs- und Schwingungstechnik trug 2009 rund 2,2 (2008: 2,8) Milliarden Euro zum Gesamtumsatz der Gruppe in Höhe von 4,2 (2008: 5,1) Milliarden Euro bei. Der von Möhlenkamp verantwortete europäische Bereich erreichte 825 Millionen Euro Umsatz. Für 2010 erwartet der FDS-Chef einen Umsatz von etwa einer Milliarde Euro. 53 Prozent des Umsatzes entfielen bei FDS auf das Automobilgeschäft. Konzernweit werden noch 39 Prozent des Umsatzes mit der Fahrzeugindustrie erwirtschaftet, Tendenz fallend. Der Konzern prognostiziert ein schnelleres Wachstum in der Medizintechnik, im Ölund Gasgeschäft sowie bei erneuerbaren Energien.