Köln. Ford setzt im Zuge seiner "One-Ford“-Strategie noch stärker auf langfristige Beziehungen zu ausgewählten Zulieferern. Der seit dem Sommer amtierende Einkaufschef von Ford in Europa, Alan Draper, will den Anteil dieser "Preferred Supplier“ von derzeit 49 Prozent auf künftig rund 65 Prozent anheben. Dies sei vorteilhaft für beide Seiten, erklärte Draper im Interview mit der Automobilwoche. "Ein höherer Anteil an bevorzugten Zulieferern sorgt für höhere Volumen und somit für bessere Margen. Das hilft allen“, sagt Draper.
Nochmals verstärkt werde dieser Effekt durch die "One- Ford“-Strategie, die auf mehr global verwendbaren Gleichteilen bei allen Modellen beruht (die Automobilwoche berichtete). "Mehr als zwei Drittel der Wertschöpfung bei einem neuen Ford- Modell kommen von den Zulieferern. Das allein zeigt schon, welch hohen Stellenwert die Zulieferer für uns haben“, betont Draper. Damit entfallen derzeit bei Fords globalem Beschaffungsvolumen von rund 65 Milliarden Dollar jährlich etwa 43 Milliarden Dollar auf die Lieferanten.
Grundlage seiner Zuliefererstrategie ist für den Hersteller ein sogenanntes "Aligned Business Framework“, ABF.Darin sind alle wesentlichen Prozesse und Anforderungen aufgeführt, die Zulieferer weltweit erfüllen müssen, um den begehrten Status als "Preferred Supplier“ zu erhalten. "Mit ,One Ford‘ wollen wir neue Produkte noch schneller und noch zielgerichteter auf den Markt bringen, und zwar genau die Produkte, die die Kunden wollen und für die sie etwas auszugeben bereit sind“, erklärt Draper.