Köln. Die 786 Ford-Händler und 670 autorisierten Ford-Servicebetriebe in Deutschland sollen nach Ansicht des Ford-Händlerverbands (FPV) verstärkt auf regionale Kooperationen setzen, um die Rentabilität zu verbessern. Auch eine größere Bereitschaft, zusätzliche Marken zu führen, könne zum Erfolg führen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Händlerverbands, Johann Gesthuysen, der Automobilwoche.
"Die Händler sollten verstärkt über freiwillige Kooperationen nachdenken. Es muss nicht jeder alles machen", erklärte Gesthuysen. So könnten bestimmte Serviceleistungen in dafür besonders geeigneten Werkstätten erledigt werden. Auch müsse nicht jede Händlerfiliale das komplette Pkw- und Nutzfahrzeugsortiment führen. Es gebe Modelle, wie solche Partnerschaften fair organisiert werden können. Einen Zwang zur Kooperation lehnt Gesthuysen aber strikt ab: "Es gibt da mehrere Beispiele im Autohandel, die allesamt gescheitert sind. Entweder freiwillig oder gar nicht."
Auch eine Mehrmarkenstrategie könne angesichts der schwachen Binnennachfrage zu einer Verbesserung der Rentabilität führen, sagte der Geschäftsführer. "Wir wollen in erster Linie, dass die Händler rentabel arbeiten. Und wenn das nicht mit Ford alleine geht, dann kann man auch die Hinzunahme weiterer Marken in Erwägung ziehen." Allerdings bedeute eine Mehrmarkenstrategie nicht automatisch Erfolg: "Sind wir mal ehrlich: Ein schwacher Ford-Händler wird nicht unbedingt besser, wenn er eine Zweitmarke dazunimmt. Am Ende setzen sich immer Qualität und Engagement durch."