Wesseling. In erster Linie will Evonik eine Reihe von Composite-Werkstoffen massentauglich machen und deutlich günstiger herstellen. Auch in die Erforschung anderer Leichtbau-Komponenten und „grüner“ Reifen will der Zulieferer Millionen stecken. Um Chancen außerhalb seines Portfolios schneller aufgreifen zu können, stellt Evonik zudem rund 100 Millionen Euro für eigene Corporate-Venture- Aktivitäten bereit. „So erhalten wir bereits in frühen Entwicklungsphasen Einblicke in innovative Technologien und Geschäfte“, erklärte Evonik-Vorstandschef Klaus Engel bei der Präsentation der Investitionspläne im Werk Wesseling bei Köln. 2014 hatte Evonik schon drei Innovationsunternehmen übernommen, darunter den finnischen Spezialisten Nanocomp, der mikrooptische Komponenten zur 3-D-Gestenerkennung sowie für die Medizin- und Display-Technik entwickelt. Generell will Evonik in vielen Bereichen den Schritt vom Produkt- über den Lösungs- bis hin zum Systemanbieter tun, kündigte Engel an. Bereits 2013 wurde ein „Projekthaus Composites“ gegründet, um Materialien, Prozesse und Systemlösungen für Verbundwerkstoffe zu entwickeln.
Chemiekonzern will Systemanbieter
Evonik investiert Milliarden in die Zukunft
Der Spezialchemiekonzern Evonik will in den nächsten zehn Jahren mehr als vier Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren. Davon soll ein Großteil in neue Produkte und Herstellungsverfahren fließen, die besonders für die Autoindustrie von Interesse sind.