Genf. Der Zulieferer vom Bodensee wollte den Bericht nicht kommentieren. ZF-Chef Stefan Sommer hatte am Rande des Genfer Auto- Salons den Plan bestätigt, das Closing in der ersten Jahreshälfte über die Bühne zu bringen. Bislang liegen die Genehmigungen der chinesischen Behörden vor. Die meiste Zeit werde wohl die Zustimmung der US-Behörden benötigen, vermutet der ZF-Lenker. Gravierende Änderungen der Unternehmensstrukturen im Falle der Übernahme sollen vermieden werden. „Wir wollen nicht zu viel ändern, um den Markterfolg nicht zu gefährden“, erklärte Sommer. Die Unternehmen dürften nicht ihre Performance verlieren. Der jetzige TRW-Chef John Plant wird die frühe Integrationsphase noch begleiten – wahrscheinlich maximal ein Jahr. ZF will sich mit der TRW-Übernahme vor allem den Bereich automatisiertes Fahren erschließen. Durch den US-Zulieferer erhält das Unternehmen die dafür notwendige Sensorik. „In der Erkennung von Situationen wird sich die Zukunft abspielen“, so Sommer.
Kartellbehörden
EU will TRW-Kauf durch ZF zustimmen
Der Zulieferer ZF Friedrichshafen ist der Übernahme des US-Zulieferers TRW wohl einen wichtigen Schritt nähergekommen. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters wollen die europäischen Wettbewerbshüter unter Auflagen grünes Licht für den Zukauf geben. Die EU-Kommission hatte sich für die Entscheidung eine Frist bis zum 12. März gesetzt.